Was ist ein Shapefile? .shp, .dbf und .shx

Bildquelle: ESA/DLR/FU Berlin; CC BY-SA 3.0 IGO (bearbeitet)

GIS

Was ist ein Shapefile? .shp, .dbf und .shx

Das Shapefile-Format ist ein allgemeines Format zum Speichern von Vektor-GIS-Daten. In Shapefiles k├Ânnen nicht-topologische Vektordaten zusammen mit zugeh├Ârigen Attributdaten gespeichert werden.

Shapefiles wurden von Esri entwickelt und sind jetzt ein offenes Format und eine beliebte Option f├╝r die Daten├╝bertragung. Zum Beispiel k├Ânnen Shapefiles direkt von einer Reihe von GIS-Softwareprogrammen wie ArcGIS und QGIS gelesen werden.

Obwohl der Name eine einzelne Datei angibt, ist ein Shapefile eigentlich eine Sammlung von mindestens drei Basisdateien: .shp, .shx und .dbf. Alle drei Dateien m├╝ssen sich im selben Verzeichnis befinden, damit sie angezeigt werden k├Ânnen.

Es k├Ânnen zus├Ątzliche Dateien wie eine .prj mit den Projektionsinformationen des Shapefiles vorhanden sein. In der Regel werden Shapefiles in einer ZIP-Datei komprimiert, um sie zu ├╝bermitteln, beispielsweise per E-Mail als Anhang oder als Downloadlink auf einer Website.

Welche Dateierweiterungen sind mit einem Shapefile verkn├╝pft?

Alle Dateien zu einem Shapefile m├╝ssen den selben Namen, jedoch unterschiedliche Dateiformate haben. Es gibt drei erforderliche Dateien, aus denen mindestens ein Shapefile besteht.

  • .shp: In der Datei mit der Endung .shp werden die Geometriedaten eines Datensatz gespeichert. Wenn man zum Beispiel Koordinaten transformieren m├Âchte, muss nur die diese Datei transformiert werden.
  • .dbf: Hier werden alle Sachdaten bzw. Attributdaten im dBASE-Format gespeichert
  • .shx: Verkn├╝pft die Sachdaten (.dbf) mit der Geometrie (.shp) ├╝ber einen gemeinsamen Index

Neben diesen drei Dateien, die immer vorhanden sein m├╝ssen gibt es noch eine Reihe optionaler Dateien.

  • .atx: Attributindex
  • .sbx: und .sbn R├Ąumlicher Index
  • .qix: Alternativer R├Ąumlicher Index (von GDAL benutzt und angelegt)
  • .aih und .ain: Index f├╝r Tabellenverkn├╝pfungen (Links)
  • .shp.xml: Metadaten zum Shapefile
  • .prj: Projektion der Daten
  • .cpg: um den in der .dbf verwendeten Zeichensatz zu spezifizieren.

Geometrien

In einem Shapefile k├Ânnen immer nur Elemente eines Geometrietyps gespeichert werden. Zum Beispiel

  • Punkte
  • Linien
  • Fl├Ąchen bzw. Polygone und
  • Multi-Punkte (mehrere Punkte)

Eine Geometrie muss zu einem Datensatz nicht zwingend vorhanden sein. Es k├Ânnen auch reine Sachdaten als Shapefile abgespeichert werden.

Nachteile von Shapefiles

  • Shapefiles sind relativ tr├Ąge
  • Ein Shapefile hat immer mehrere Dateien (Jeder kennt das Problem, wenn man nur die .shp gesendet bekommt)
  • Attributnamen sind auf 10 Zeichen begrenzt
  • Keine M├Âglichkeit Topoligien in den Daten zu speichern
  • Die Dateigr├Â├če ist auf 2GB beschr├Ąnkt
  • Kann nur einen Geometrietyp pro Datei enthalten
  • Keine echte 3D-Unterst├╝tzung

Alternativen zu Shapefiles

Die beste Alternative zu Shapefiles sind GIS-Datenbanken z.B. PostGIS (PostgreSQL) oder auch GeoPackages.

In Datenbanken ist die Dateigr├Â├če praktisch nicht beschr├Ąnkt, es k├Ânnen unterschiedliche Geometrietypen gespeichert werden und Topologien erstellt werden. Alle Daten in Datenbanken k├Ânnen einfach ausgespielt und zum Beispiel als Geopackage versendet werden, was nur eine handliche Datei ist.

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